Sie befinden sich hier

Inhalt

Entwicklung und Förderung von Alt- und Totholzbiozönosen

Wertvoller Wald: Liegendes Totholz
Liegendes Totholz ist ein wichtiger Lebenraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. (Foto: Matthias Beidek)

Nachhaltige Bewirtschaftungsstrategie in saarländischen Forstbetrieben 

Im Januar 2013 wurde der vom NABU Landesverband eingereichte Projektantrag im Rahmen des Bundesprogramms zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) vom Bundesamt für Naturschutz genehmigt.
Ziel des Projekts „Entwicklung und Förderung von Alt- und Totholzbiozönosen durch eine nachhaltige Bewirtschaftungsstrategie in saarländischen Forstbetrieben“ ist die Erfassung, Sicherung und Entwicklung von Alt- und  Totholzbiozönosen der Rotbuchenwälder im Rahmen einer umfassend nachhaltigen Waldbewirtschaftungsstrategie. Das Projekt soll im Staatswald und in ausgewählten Kommunal- und Privatwäldern umgesetzt werden. Es bietet damit die Chance, in einem größeren Landschaftsraum den Schutz der Alt- und Totholzbiozönosen modellhaft in den praktischen Forstbetrieb zu integrieren.

Geplante Maßnahmen und Ziele sind:

  • Erfassung der Alt- und Totholzbiozönosen, speziell der Restpopulationen der Urwaldreliktarten

  • Herleitung gezielter Maßnahmen und Konzepte zur Sicherung und Wiederausbreitung / Wiederansiedlung der Arten und der Integration der Alterungs- und Zerfallspasen in den Wirtschaftswald

  • qualitative/quantitative Begründung dafür notwendiger Nutzungsverzichte im Forst

  • Herleitung von alternativen Wertschöpfungsmöglichkeiten des Nutzungsverzichtes (CO2-Zertifikathandel, Erosionsschutz, Hochwasser-rückhaltung, Ökokonto u.a.)

  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zu den Themen Arbeitssicherheit und Verkehrssicherung mit allgemeiner Gültigkeit oder abgestimmt auf den konkreten Einzelfall

  • Beteiligung und Information aller Akteure und gesellschaftlich relevanter Gruppen mit dem Ziel, Verständnis für die Notwendigkeit der Integration der Alt- und Totholzbiozönosen zu schaffen, Wege für deren Integration in die Waldbewirtschaftung aufzuzeigen und deutlich zu machen, dass sie ein Schlüsselthema bei der Bewahrung der biologische Vielfalt unserer Rotbuchenwälder und damit unseres nationalen Walderbes darstellen

Die Maßnahmen tragen dazu bei, den Verantwortungslebensraum Rotbuchenwald, speziell die Alterungs- und Zerfallsphasen mit ihren Zönosen im Rahmen der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt (NBS) zu sichern, zu regenerieren bzw. neu zu entwickeln, um die Bestände langfristig zu sichern.

Kontextspalte